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Furgli

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Die "Furgli-Sage"

Die Geschichte vom „Wilden Manndl“
Die „wilden Manndln“ so erzählt die Sage, gab es vor langer, langer Zeit auch in der Gegend von Serfaus. Wenn man Sie in Ruhe ließ, waren sie harmlos, hüteten den Bauern unentgeltlich das Vieh und halfen ihnen auch, wollten aber sonst in ihren Felsenhöhlen nicht gestört werden. Sie ließen sich kaum sehen, waren scheu und ärmlich gekleidet. Wenn ihnen aber die Bauern aus Mitleid oder zum Dank ein Kleidungsstück schenkten, verschwanden diese Männlein (Wichtel) über Nacht. So geschah es auch in einem Bergdorf unweit von Serfaus, dass die Bauern dem Männlein, das ihre Ziegen fleißig und gut gehütet hatte, im Herbst eine schöne, neue Jacke schenkten. Vom Wald herunter habe dann das „wilde Manndl“ gerufen: „I titti Gwandla on hon – numma Goaß hiata konn!“ (Ich habe ein schönes Gewand an – und kann nicht mehr Ziegen hüten!) – und es war für immer verschwunden ...

Die „wilden Manndln“ (und die wilden Mägde) verstanden viel vom Vieh und der Bäuerlichen Arbeit. Sie verkörpern die rätoromanische Urbevölkerung, die in unserer Heimat von den bajuwarischen Zu- und Neusiedlern allmählich verdrängt wurden (Robert Klien).

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